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Vergessen Sie nicht: Zu einem Streit gehören wenigstens zwei.

In der Hitze des Gefechts vergisst man leicht, dass zu einem Streit wenigstens zwei gehören. In solch einem Fall kann es von Nutzen sein, sich daran zu erinnern, dass niemand anderer Meinung als Sie sein kann – wenn Sie seiner Meinung sind.

Das soll natürlich nicht heißen, dass Sie Ihre Prinzipien verraten oder gegen Ihre Überzeugung handeln sollten. Es ist indes durchaus möglich, seinen Überzeugungen treu zu bleiben und gleichzeitig nach Gemeinsamkeiten zu suchen, die es Ihnen ermöglichen könnten, mit jemandem, der anfänglich nicht Ihrer Meinung war, zuletzt doch produktiv zusammenzuarbeiten.

Wenn jemand wütend auf Sie ist oder sich über eine Situation ärgert, an der Sie in irgendeiner Weise beteiligt sind, lassen Sie ihn wissen, dass Sie sich vorstellen können, wie er sich fühlt. Betrachten Sie das Problem von seinem Standpunkt.

  • Was ist die Ursache des Konflikts?
  • Wie könnte er zur beiderseitigen Zufriedenheit beigelegt werden?
  • Auf welche Weise haben Sie zum Problem beigetragen?

Wenn Sie versuchen, statt Sündenböcke Lösungen zu finden, werden die anderen fast immer auf Ihren Kurs einschwenken.

Wenn Sie nicht mit anderen einer Meinung sein können, können Sie

… es zumindest vermeiden, sich mit ihnen zu streiten.

Wenn Sie jemandes Meinung nicht teilen und merken, dass das Gespräch in einen Streit auszuarten droht, so ist dies die vielleicht einzige Situation, in der nichts zu tun besser ist, als irgend etwas zu tun.

Das hat einen praktischen Grund: Wenn Sie sich mit jemandem streiten, setzen Sie sich – selbst wenn Sie den Sieg davontragen – unnötigem Stress aus. Es ist unmöglich, sich eine positive Geisteshaltung (PGH) zu bewahren, wenn Sie negativen Emotionen wie Zorn oder Hass gestatten, von Ihrem Denken Besitz zu ergreifen.

Niemand kann Sie aus dem seelischen Gleichgewicht bringen oder Sie wütend machen, solange Sie es nicht zulassen. Anstatt mit Ihrem Gegenüber zu streiten, versuchen Sie, ihm nichtbedrohliche Fragen zu stellen wie: „Warum reagieren Sie so? Was habe ich getan, um Sie so zu verärgern? Was kann ich tun, um die Sache beizulegen?“

Vielleicht stellen Sie fest, dass die Ursache des ganzen Problems ein schlichtes Missverständnis war, das sich leicht aus der Welt schaffen lässt. Aber selbst wenn die Probleme ernster Natur sein sollten, wird Ihr versöhnliches, konstruktives Verhalten einen wichtigen Beitrag zu deren Lösung leisten.

Wenn etwas nicht Ihre Angelegenheit ist, dann ist es vielleicht Ihre Gelegenheit.

Jemand sagte einmal, der Grund, warum wir viele günstige Gelegenheiten nicht als solche erkennen, sei der Umstand, dass sie oft als Problem verkleidet daher kommen.

Wenn ein Kunde, ein Kollege oder ein Vorgesetzter ein Problem hat, so könnte daraus eine Chance für Sie erwachsen. Für denjenigen, der das Problem hat, spielt es keine Rolle, wie Ihre Firma organisiert ist oder wessen Aufgabe es eigentlich wäre, das Problem zu lösen. Das einzige was ihn oder sie interessiert, ist, dass das Problem gelöst wird.

Wenn Sie das nächste Mal von einem Kunden, einen Kollegen oder ihrem Chef bei einer Angelegenheit, die außerhalb ihres Zuständigkeitsbereichs liegt, um Hilfe gebeten werden, verweisen Sie den Betreffenden nicht an eine andere Instanz, sondern stellen Sie sich selbst zur Verfügung. Betrachten Sie die Situation vom Standpunkt des anderen.

Versetzen Sie sich in seine Lage: Wie würden Sie an seiner Stelle das Problem gelöst sehen wollen? Ergreifen Sie die Initiative: Finden Sie die Antwort, beseitigen Sie das Hindernis, oder sorgen Sie zumindest dafür, dass das Projekt nicht ins Stocken gerät.

Das Leben sagt: „Mach es richtig oder mach Platz, aber mach keine Ausflüchte!“

Oder, in die Sprache des modernen man Managements übersetzt: „Führe, folge oder geh aus dem Weg!“ Wenn Sie aktiv auf ein Ziel hinarbeiten, gibt es keine Fehlschläge; es gibt nur Abstufungen des Erfolgs.

Entscheiden Sie sich dafür, mit gutem Beispiel voranzugehen – zu führen. Ergreifen Sie die Initiative. Wenn Sie mit einem Problem oder einer schwerwiegenden Entscheidung konfrontiert sind, vergeuden Sie keine wertvollen Stunden Ihrer Zeit mit fruchtlosen Grübeleien!

Wenn Sie die Situation objektiv analysieren, werden Sie immer eine Antwort finden. Konzentrieren Sie sich nicht auf das Problem, konzentrieren Sie sich auf die Lösung. Und dann – machen Sie sich an die Arbeit!