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Tag Archives for " Fehler "

Wenn Sie nicht wissen, warum Sie versagt haben, sind Sie 0 (0)

… kein bisschen klüger als zuvor.

 

Eine kluge, oft zitierte Erkenntnis besagt, dass diejenigen, die sich weigern, aus der Geschichte zu lernen, dazu verurteilt sind, sie zu wiederholen. Genauso verhält es sich mit Fehlern.

Wenn wir aus unseren Fehlern nicht lernen, werden wir sie aller Wahrscheinlichkeit nach so lange wiederholen, bis wir entweder aus solchen Erfahrungen doch klug werden – oder aber aufgeben und einen vorübergehenden Rückschlag als endgültige Niederlage akzeptieren. Jeder Rückschlag, der Ihnen im Leben widerfährt, enthält wertvolle Informationen, die Sie – wenn Sie sie sorgfältig analysieren – zuletzt zum Erfolg führen werden.

Ohne Widrigkeiten würden wir niemals klug werden, und ohne Klugheit wäre jeder Erfolg von äußerst kurzer Dauer. Wenn Sie das nächste mal einen Fehler machen, sagen Sie sich: “Das ist gut! Die Sache habe ich auch aus dem Weg geräumt. Das wird mir nicht noch einmal passieren!”

Sie werden zweifellos andere Fehler machen – aber Sie werden sich nicht halb so sehr über sie grämen, wenn Sie sie als Lernerfahrung behandeln.

Der Weise sieht seine Fehler viel deutlicher als seine Tugenden 0 (0)

… beim Narren verhält es sich umgekehrt.

 

Wir alle haben in uns das Potential zur Größe oder zum Scheitern. Beide Möglichkeiten sind angeborene Aspekte unseres Charakters.

Ob wir nach den Sternen greifen oder in die Abgründe der Verzweiflung stürzen, hängt in hohem Maße davon ab, wie wir mit unserem positiven und unserem negativen Potential umgehen. Im allgemeinen brauchen wir nicht zu befürchten, dass unsere Tugenden, sich selbst überlassen, außer Kontrolle geraten könnten; bei Charakterfehlern kann das aber durchaus passieren.

Wenn wir sie nicht streng im Auge behalten, vermehren sich unsere Fehler so lange weiter, bis sie schließlich unsere guten Eigenschaften restlos verdrängen. Die beste Methode, mit seinen Fehlern umzugehen, ist, sie entschlossen anzugreifen. Sobald sie sich bemerkbar machen.

Vergessen Sie nie, dass die Fehler der Menschheit ziemlich gleichmäßig 0 (0)

… auf uns alle verteilt sind.

 

Warum fällt es uns so leicht, bei uns selbst die Fehler zu übersehen, die wir bei anderen so schnell ausmachen? Es ist keine besondere Kunst, objektiv zu sein, wenn es darum geht, Freunde, Verwandte oder Arbeitskollegen zu kritisieren; sich aber die eigenen Fehler oder Irrtümer ehrlich einzugestehen – das ist schon eine ganz andere Sache!

Erst wenn wir erkennen, dass wir alle nur Menschen sind, mit den gleichen Fehlern und “Macken”, beginnen wir, jene wunderbare Kraft der Toleranz in uns zu entwickeln, die uns befähigt, andere so zu akzeptieren, wie sie sind, ohne eine Gegenleistung dafür zu erwarten. Es ist nicht leicht, sich anzugewöhnen, stets das Gute in seinen Mitmenschen zu sehen.

Wenn Sie aber zu guter Letzt zu jemandem geworden sind, der andere immer lobt, anstatt sie zu kritisieren, dann sie Sie genau die Sorte Mensch, die sich jeder von uns zu seinem Freund wünschen würde.

Freundschaft nimmt Fehler wahr, aber spricht nicht über sie. 0 (0)

Ein wirklicher Freund erkennt unserer Unvollkommenheit, akzeptiert sie als Teil unserer Persönlichkeit und konzentriert sich auf unsere positiven Aspekte, anstatt sich über unsere Fehler auszulassen. Unsere Freunde mögen es ebenso wenig, von uns auf ihre Mängel oder Fehlleistungen hingewiesen zu werden, wie wir es mögen, wenn sie uns kritisieren.

Sind Ihre Freunde einmal niedergeschlagen oder von sich selbst enttäuscht, dann ist ihnen mit einem ermutigenden Wort weit mehr gedient, als mit Belehrungen oder gar einer Strafpredigt.

Um ein solcher Freund zu sein, wie Sie selbst gern einen hätten, seien Sie ein guter Zuhörer, geben Sie Ratschläge nur dann, wenn Sie dazu aufgefordert werden, und bemühen Sie sich darum, sich des Vertrauens, das Ihre Freunde Ihnen schenken, stets würdig zu erweisen!

Loben Sie sie wegen ihrer Leistungen, und trösten Sie sich, wenn ihnen etwas missglückt, aber vermeiden Sie es, „konstruktive Kritik“ vorzubringen oder den Advocatus Diaboli zu spielen. Jene Besserwisser, die unter dem Vorwand wohlgemeinter Absicht andere allzu gern belehren oder kritisieren, beweisen durch Ihre Schulmeisterei nur, um von eigener Unfähigkeit oder Untätigkeit abzulenken.

Die meisten von uns verlangen von sich selbst mehr, als jeder andere von Ihnen erwartet, und sind sich nur zu deutlich ihrer Mängel und Fehler bewusst. Sie haben es nicht nötig, von Freunden daran erinnert zu werden.

Handlungen von der richtigen Sorte brauchen nicht durch Worte 0 (0)

…  ausgeschmückt werden.

Eine der am weitesten verbreiteten Irrtümer ist der, dass man Misserfolge durch irgendwelche Ausreden “wegdiskutieren” könne. Unglücklicherweise sind die allermeisten Menschen auf der Welt – die chronisch Erfolglosen nämlich – solche “Ausflüchtlinge“.

Sie versuchen, ihre Handlungen beziehungsweise ihr Nichthandeln durch Worte zu erklären. Beginnen Sie diesen Fehler nie! Wenn ihre Bemühungen zum Erfolg führen, nehmen Sie die Glückwünsche der anderen mit selbstbewusster Bescheidenheit entgegen; wenn Sie scheitern, übernehmen Sie die Verantwortung für ihre Handlungen, lernen Sie aus Ihren Fehlern, und gehen Sie dann zu konstruktiveren Dingen über.

Sind ihre Handlungen stets den Umständen angemessen, dann werden Sie nie das Bedürfnis danach verspüren, sie wortreich zu erklären. Ihre Taten sagen dann bereits alles, was zu sagen ist.

Wenn Sie wirklich klüger als andere sind, beweisen Sie es ihnen 0 (0)

… durch ihre Handlungen.

Es ist eine ganz natürliche Reaktion, andere korrigieren zu wollen, wenn man sieht, dass sie einen Fehler begehen oder zumindest etwas anders machen, als man es selbst tun würde.  Es ist in solchen Fällen äußerst schwierig, den Impuls zu unterdrücken, ihnen zu zeigen, wie intelligent man doch selbst ist.

Die Fähigkeit, solche Impulse zu erkennen und zu kontrollieren, ist der erste Schritt zur wahren Klugheit.  Ein kluger Mensch weiß, dass er sein “besseres Wissen” auf eine weit wirkungsvollere Weise vermitteln kann, wenn er es statt durch Worte (“Besserwisserei”) durch Handlungen zum Ausdruck bringt.

Wenn Sie jemanden sehen, der von Ihren Ratschlägen profitieren könnte, helfen Sie ihm dadurch am besten, dass Sie ihm ehrlich gemeinte, das heißt “nicht rhetorische” Fragen stellen, durch die Sie ihn auf die richtige Spur bringen. Lassen Sie ihn selbst die Fehler in seinem Gedankengang oder in seiner Vorgehensweise finden,  indem Sie ihn Schritt für Schritt durch den ganzen Prozess führen. Wie Ralph Waldo Emerson einmal sagte: “Das Geheimnis der Erziehung ist die Achtung vor dem Schüler.”